Warum wir Palmöl vermeiden sollten

Gastartikel von Karin Hackl (Vereinsobfrau Mamat Orangutanhilfe)

August 2019: Es brennt in Indonesien.
Dort, wo die letzten Orangutans und Waldelefanten zu Hause sind.
Indonesien bekommt zwar weltweiten Druck, diese Feuer endlich zu stoppen, die hauptsächlich der Palmöl-, der Holz- und der Zellstoffindustrie „dienlich“ sind.
Die letzten verheerenden Brände wüteten 2015.
Und heute brennt es wieder.

Mein Name ist Karin Hackl und unser Verein, Mamat Orangutanhilfe www.orangutanhilfe.at hat seinen Sitz in Wien. Wir unterstützen exklusiv ein kleines Auffangcenter in Borneo, Sintang. Sintang Orangutan Center
Es leben dort momentan rund 30 Tiere.

Orangutans sind in Indonesien zwar per Gesetz streng geschützt, die Praxis sieht allerdings ganz anders aus. Durch den Raubbau ihres Lebensraums (auch die Lebensgrundlage der indigenen Völker dort) sind die Orangutans heute vom Aussterben bedroht.

Kilometerweit Palmölplantagen…. ®Sintang Orangutan Center

Die Orangutans suchen in den hektargroßen Palmölplantagen nach Futter, weil dort einst ihre Heimat, der Regenwald, stand. Die Betreiber dieser Plantagen bekämpfen die Tiere, Wilderer schießen die Mütter ab, und verkaufen illegal die Babies an Einheimische (oder an zahlungskräftige internationale Interessenten…).

Das Sintang Orang Utan Center arbeitet eng mit der dort ansässigen Forstbehörde zusammen und gemeinsam mit der Polizei werden die Tiere, ob Baby oder bereits ausgewachsen, von den Einheimischen abgeholt und in das Center gebracht. Manchmal bekommt das Center auch Hilferufe von den Einheimischen, den Dajaks, selbst.

Eines der Tiere, die als Haustier gehalten wurden. ®Sintang Orangutan Center

Wenn das „Haustier“ zu groß oder krank geworden ist, oder zu wild in seinem kleinen Käfig umherschlägt, wird es für die Bauern zum Problem.

In Sintang werden die Tiere vorerst medizinisch versorgt, und nach einem jahrelangen Lernprozess und dem Besuch der sog. „Waldschule“ schließlich wieder ausgewildert. Im Betung Kerihun Nationalpark wurde ein Lebensbereich geschaffen, wo die Tiere unter 24stündiger Beobachtung stehen. Das Team in Sintang muss sichergehen, dass die ausgewilderten Tiere auch in freier Wildbahn überleben können.

Die Transportkäfige müssen zu Fuß tief in den Regenwald gebracht werden. ®Bildrechte Sintang Orangutan Center

Ich versuche deshalb auch, Palmöl soweit es geht, zu vermeiden. Deshalb möchten wir auch an dieser Stelle der Firma claro, die ja auf Palmöl verzichtet, ausdrücklich dafür danken, dass wir unseren kleinen Verein hier präsentieren dürfen!

Bembi in seiner neuen Freiheit. ®Sintang Orangutan Center

Der Regenwald ist die Lunge der Erde und gehört deshalb geschützt.

Wir sind für Unterstützung jeder Art sehr dankbar! (siehe www.orangutanhilfe.at)

Karin Hackl und Lisa Natterer, Mamat Orangutanhilfe, Vereinsobfrauen

2 Gedanken zu „Warum wir Palmöl vermeiden sollten

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